Für die Fachpresse
Das Beste aus zwei Welten: Siemens Nixdorf präsentiert das weltweit erste Mainframe-System mit Standard-Risc-Architektur
Paderborn/München. Mit dem neuen Business-Server SR2000 bringt Siemens Nixdorf als weltweit erster Hersteller ein Mainframe-System auf den Markt, dessen Technologie alle Vorteile der bewährten 64-Bit-Risc-Architektur ausschöpfen kann. BS2000/OSD-Anwender können nicht nur ihre vorhandenen Applikationen unverändert ablaufen lassen, sondern auch ausgewählte Anwendungen und Middleware aus der Unix*-Welt nutzen. Als eine der ersten Anwendungen wird die betriebswirtschaftliche Standardsoftware R/3 für den SR2000 verfügbar sein. Als Peripherie werden Standardgeräte und Netzanschlußkomponenten der Unix-Welt eingesetzt. So verknüpft der SR2000 die Stärken aus beiden Rechnerwelten: auf der einen Seite die Verläßlichkeit und Betriebssicherheit des Mainframes, auf der anderen Seite die Innovationen und die Wirtschaftlichkeit der Standardarchitektur.
Der intensive Wettbewerb auf dem Markt der Risc-Prozessoren sorgt für kurze Innovationszyklen. Damit haben auch die BS2000-Anwender mit dem SR2000 die Sicherheit, zu jedem Zeitpunkt einen hochmodernen Server mit hohem Leistungspotential im Einsatz zu haben. Unter der Bezeichnung "Server Value Package" erhält der Kunde das in seiner Funktionalität durch zusätzliche Softwareprodukte abgerundete Betriebssystem BS2000/OSD für den SR2000. Es enthält Basisfunktionen für den simultanen Ablauf von OLTP (Online Transaction Processing)-, Dialog- und Batch-Anwendungen sowie den Betrieb und die Automatisierung von Rechenzentren. Zum Funktionsumfang zählt ferner die Einbindung des SR2000 in einen Client-Server-Betrieb mit heterogenen Multivendor-Umgebungen sowie der sofortige Einsatz des SR2000 als WWW (World Wide Web)-Server.
Die offene Plattform SR2000 ermöglicht erstmals sowohl die Nutzung bewährter Mainframe-Anwendungen als auch den optimalen Ablauf ausgewählter Unix-Programme. Eine interessante Perspektive für den Einsatz des SR2000 als Business-Server ist die Übereinkunft zwischen Siemens Nixdorf und SAP, Walldorf, neben der betriebswirtschaftlichen Software R/2 auch R/3 auf diesem Rechner lauffähig zu machen. Verfügbar wird R/3 auf dem SR2000 im zweiten Quartal 1997 sein.
Die neue Hardwareplattform SR2000 mit dem Betriebssystem BS2000/OSD bietet eine Systemarchitektur, wie sie bisher vorwiegend im Unix-Bereich eingesetzt wurde: 64-Bit-Risc-Prozessoren von Mips Corporation in skalierbarer SMP (Symmetrischer Multiprozessor)-Architektur. Der 64-Bit-Hochleistungsbus, der alle Prozessor- und Hauptspeichermodule verbindet, ist bereits für die wachsenden Anforderungen in Multiprozessor-Umgebungen ausgelegt. Je nach Modell ist der Hauptspeicher bis zu 1792 Mbyte ausbaubar.
Die neue Mainframe-Generation kommt im Frühjahr 1997 in fünf unterschiedlichen Modellen (SR2000 A1 bis A5) auf den Markt. Mit dem Prozessor R4400 MC (250 MHz) wird als erster Schritt der Mainframe-Einstiegsbereich abgedeckt. Für den mittleren und oberen Leistungsbereich werden die S-Modellreihen mit CMOS (Complementary Metal Oxide Semiconductor)-Prozessoren in /390-Architektur angeboten, so daß eine abgerundete Systempalette vom Einstiegs- bis zum Hochleistungsbereich zur Verfügung steht.
Siemens Nixdorf Marketing 5. Dezember 1996
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